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100 Jahre AWO
Eröffnung der Ausstellung zur Geschichte im Foyer des Langener Rathauses

Als Marie Juchacz vor 100 Jahren die Arbeiterwohlfahrt gründete, ging es ihr im Wesentlichen darum, Hilfe zu organisieren, die auf Selbsthilfe und Solidarität fußt. Der Erste Weltkrieg hatte gezeigt, wie dramatisch die Massenverelendung ihren Lauf nahm und kein Staat in der Lage war, Abhilfe zu schaffen. Die SPD-Politikerin und Frauenrechtlerin setzte sich mit ihren überwiegend weiblichen Mitstreitern für die Gründung einer „Arbeiter-Hilfsorganisation“ ein. Daraus ist eine Bewegung geworden, die in vielen Städten und Gemeinden eine nicht mehr wegzudenkende Bedeutung entfaltet hat. In 30 Bezirks- und Landesverbände, 411 Kreisverbände und 3.514 Ortsvereine gliedert sich die AWO heute. Sie hat rund 335.000 Mitglieder, 66.000 Ehrenamtliche und 225.000 hauptamtliche Mitarbeitende.  

Den 100. Geburtstag nahm auch die AWO Langen zum Anlass, auf die Geschichte der AWO aufmerksam zu machen. Eine Wanderausstellung hierzu wurde am Abend des 19.11.2019 durch den Vorsitzenden der AWO Langen, Tim Ruder, im Foyer des Langener Rathauses eröffnet. „100 Jahre später fühlt sich auch die AWO in Langen ihren Grundwerten Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit verpflichtet“, so der Vorsitzende.

Der Langener Ortsverein gehört selbst zu den frühen Ortsgliederungen der AWO und wurde 1926 erstmals erwähnt. Heute ist er mit aktuell 434 Mitgliedern der mitgliederstärkste und aktivste Ortsverein im AWO-Bezirk Südhessen. Zu den Angeboten zählt die Hilfe im Alltag, Essen auf Rädern, Hausnotruf und der Anwohnertreff Allerhand in Langen Oberlinden. Der Ortsverein organisiert dazu monatlich eine Tagestour für Seniorinnen und Senioren mit zwei Bussen. Mit dem Kreisverband Offenbach Land e.V. arbeitet man zudem intensiv zusammen. Dieser eröffnet in Kürze eine neue Kita in der Frankfurter Straße in Langen und bietet eine Nachmittagsbetreuung für Grundschüler in Langen Oberlinden an. Weiter ist die AWO Partner der Stadt Langen für das Projekt „Miteinander“ und „Demokratie Leben!“.

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erbringen alle unsere Dienstleistungen mit sehr viel Engagement und Herzblut und bilden damit einen Teil des Kitts, den es braucht, um eine funktionierende Stadtgesellschaft zusammenzuhalten“ so Dirk Hartmann, Geschäftsführer der AWO.

Die Ausstellung ist noch bis vor Weihnachten zu sehen.